Gastbeitrag von Anja Nimmich
Mit dem symbolischen ersten Spatenstich ist am Donnerstag der Startschuss für die grundhafte Erneuerung der Straße „Zum Sohl“ im Geisaer Ortsteil Spahl gefallen.
Die Maßnahme wird als Gemeinschaftsprojekt der Stadt Geisa, des Wasser- und Abwasser-Verbandes Bad Salzungen (WVS) sowie des Überlandwerks Rhön umgesetzt.
Bürgermeisterin Manuela Henkel begrüßte im Namen der Stadt Geisa die Projektbeteiligten und Gäste. Unter ihnen waren Werksleiter Heiko Pagel vom Wasser- und Abwasserverband Bad Salzungen, Vertreter des Ingenieurbüros TTB Werra und der ausführenden Baugesellschaft Ulstertal, Mitglieder des Stadt- und Ortsteilrates sowie Manuel Lenz, der das Projekt von Seiten des Bauamtes der Stadt Geisa begleitet.
„Ich freue mich über eine gute Zusammenarbeit aller Beteiligten bei diesem wichtigen Projekt“, betonte die Bürgermeisterin. Mit der Baugesellschaft Ulstertal aus Geisa sowie den weiteren Projektpartnern aus der Region arbeite die Kommune mit bekannten und zuverlässigen Unternehmen zusammen.
Die etwa 400 Meter lange Straße weist seit längerer Zeit erhebliche Schäden im Fahrbahnbereich auf, wodurch sowohl die Verkehrssicherheit als auch die Gebrauchstauglichkeit zunehmend eingeschränkt sind.
Darüber hinaus dient sie als wichtige Zufahrt zum Dorfgemeinschaftshaus und besitzt damit eine besondere Bedeutung für das gesellschaftliche Leben im Ortsteil.
Im Zuge der Maßnahme erfolgt eine grundhafte Erneuerung der Verkehrsanlage. Neben der Neuasphaltierung der Straßenoberfläche werden notwendige Anpassungen an der Straßenentwässerung vorgenommen sowie mit einem 110 Meter neu entstehenden Gehweg weitere infrastrukturelle Arbeiten ausgeführt.
Die Kosten für den grundhaften Straßenbau belaufen sich auf etwa 785.000 Euro. Hierfür wurde ein Antrag der Stadt Geisa auf Ausgleichzahlung der Straßenausbaubeiträge beim Land Thüringen in Höhe von 486.000 Euro gestellt.
Bei der Stadt verbleiben etwa 300.000 Euro zuzüglich dem Mitfinanzierungsanteil für die Straßenentwässerung für die Leistungen des Wasser- und Abwasserverbandes in Höhe von etwa 102.000 Euro.
Darüber hinaus investiert der Verband weitere 585.000 Euro in umfangreiche Maßnahmen an den Ver- und Entsorgungsleitungen um. „Für uns stehen die Erneuerung und Erweiterung der unterirdischen Infrastruktur im Mittelpunkt“, erläuterte Werksleiter Heiko Pagel beim Spatenstich.
Geplant sind der Neubau eines Schmutzwasserkanals und eines Regenwasserkanals im Trennsystem sowie die Erneuerung der bestehenden Trinkwasserleitung. Die Arbeiten erstrecken sich auf einer Länge von rund 360 Metern vom Kreuzungsbereich Kettener Straße bis zur Einmündung Kettener Straße/Am Sportplatz.
„Durch den Neubau des Trennsystems werden Schmutz- und Regenwasser künftig getrennt erfasst und abgeleitet“, so Pagel. Dies verbessere die Effizienz der Abwasserentsorgung und leiste einen wichtigen Beitrag zum Schutz des Gewässers Geisa.
Gleichzeitig erhöht die Erneuerung der Trinkwasserleitung die Versorgungssicherheit und stärkt die Leistungsfähigkeit der Infrastruktur für die kommenden Jahrzehnte.
Mit den Investitionen schaffen die Projektpartner moderne und zukunftsfähige Anlagen und leisten zugleich einen wichtigen Beitrag zum Umwelt- und Gewässerschutz.
Durch die gemeinsame Umsetzung mit weiteren Versorgungsträgern, wie dem Überlandwerk Rhön, können notwendige Arbeiten gebündelt und die Belastungen für Anwohner auf das notwendige Maß reduziert werden.
Mit der Ausführung der Bauarbeiten wurde die Baugesellschaft Ulstertal beauftragt. Baubeginn ist in den nächsten Wochen und die Fertigstellung der Gesamtmaßnahme ist für Mitte 2027 vorgesehen.





